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Rückblick zur Business Lounge „Logistik – kundenauftragsorientiert, effizient und lagerlos“ am 13. Juli 2006 in Hannover

 

Die Logistik reagiert auf die Individualisierung der Kundenanforderungen verstärkt mit einer kundenauftragsorientierten Fertigung. Eine klar definierte „frozen zone“ erhöht zum einen den Druck auf die Prozessqualität, zum anderen entstehen neue Chancen. Der resultierende Zeitgewinn ermöglicht unter anderem die Vermeidung von Lagerstufen und die Just-in-Sequence-Anlieferung über größere Entfernungen – sogar aus low-cost-countries. Erhöhte Komplexität, erhöhter Kosten- und Zeitdruck und damit der Zwang zur Effizienzsteigerung steigern aber auch die Bedeutung eines funktionierenden und aussagekräftigen Logistik-Controlling, das Transparenz ermöglicht über Logistik-Performance und -Kosten sowie der Kostentreiber. Wesentliche Fragestellungen der Business Lounge „Logistik - kundenauftragsorientiert, effizient und lagerlos“ waren somit:

 

  • Was bedeutet die kundenauftragsorientierte Logistik und das Perlenketten-Prinzip der OEM für die Automobilzulieferer?
  • Wie kann eine Just-in-Sequence-Anlieferung aus low-cost-countries prozesssicher und wirtschaftlich realisiert werden?
  • Wie lassen sich gleichzeitig kurze Lieferzeiten und geringe Bestände bei einer hohen Flexibilität realisieren?
  • Wie werden frühzeitig Engpässe in der Supply Chain identifiziert und beseitigt?
  • Wie kann die Transparenz über Logistik-Performance
    erhöht werden?

 

Zu diesen Themen wurden bei der Business Lounge von folgenden Logistik-Experten aus der Industrie Vorträge gehalten, die auf fachlich hohem Niveau Antworten auf die gestellten Fragen gaben und fruchtbare Diskussionen bei den Teilnehmern anregten: Alexander Harrer (VW Vertrieb Original Teile), Heiko Müller (ZF Friedrichshafen AG), Markus Lack (Lear Corporation) und Dean Gehrke (Autoliv). Herr Harrer zeigte dabei, wie Transparenz über die Logistik-Performance, die Bestandssituation, die Qualität sowie dem Kapazitätsbedarf und der Gruppen-Performance durch gezielten Einsatz von IT erhöht und zur Unternehmenssteuerung eingesetzt werden kann. Wie trotz schwankender Kundenabrufe eine Auftrags- und Kapazitäts-Nivellierung zu erreichen ist und welche Versorgungsprinzipien unter welchen Voraussetzungen einzusetzen sind, machte Herr Müller deutlich und sorgte damit für ein klares Bild der Gestaltungsmöglichkeiten in der Materialsteuerung. Herr Lack zeigte, wie eine JIS-Lieferung über fast 1.000 km prozesssicher möglich ist. Darüber hinaus erklärte er, welche Kosten den Personalkosten-Einsparungen bei „long-distance-JIS“ für eine ganzheitliche Wirtschaftlichkeits-Betrachtung gegenüberzustellen sind. Herr Gehrke beschrieb, wie es Autoliv gelang, Logistik-Exzellenz zu erreichen ohne eine ausgeprägte IT-Unterstützung, sondern vor allem durch einfache, klare und schlanke Prozesse unter konsequenter Anwendung des Pull-Prinzips. Den Einführungsvortrag, der das Business Lounge-Themenfeld aufspannte und dabei den Aspekt der „Logistik-Transparenz“ vertiefte hielt Dr. Peter Faust von Seidenschwarz & Comp.

 

Bei allen Referenten und bei allen Teilnehmern bedankt sich Seidenschwarz & Comp. für die hervorragenden Vorträge bzw. Diskussionen und damit für das Gelingen der Veranstaltung. Das äußerst positive Feed-back aller Teilnehmer nehmen wir als Ermutigung diese Veranstaltungsreihe fortzuführen, um aktuelle Themen in einem Experten-Netzwerk zu diskutieren.

 

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